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Tunesien

Nach einer längeren Phase wechselseitiger Spannungen zwischen Frankreich und Italien aufgrund gegensätzlicher Interessen hinsichtlich des Landes wurde Tunesien im Jahr 1881 von französischen Truppen besetzt und zum Protektorat erklärt. Nationale Freiheitsbestrebungen führten nach Ende des zweiten Weltkriegs zur tunesischen Unabhängigkeit, welche von Frankreich im Jahr 1956 anerkannt wurde.

1957 setzte die verfassunggebende Versammlung den letzten Husainiden-Bey ab und proklamierte die Tunesische Republik. Tunesien wurde in den folgenden 31 Jahren von der Politik des laizistischen Präsidenten Habib Bourguiba dominiert, welcher ein strenges Ein-Parteien-System kreierte. Unter seiner Führung fanden mehrere soziale und wirtschaftliche Reformen statt. Seine Versuche, einen neuen Kurs bezüglich der Wirtschaftspolitik zu finden, schwankten zwischen sozialistischen Experimenten und freier Wirtschaft und führte letztendlich 1983/84 landesweit zu blutigen Unruhen.

Im Jahr 1987 wurde Bourguiba in einem gewaltlosen Staatsstreich entmachtet und durch Zine el Abidine Ben Ali ersetzt, welcher fünf Amtsperioden in Folge herrschte. Zuletzt wurde er im Oktober 2009 mit 89,62% der Stimmen im Amt bestätigt. Doch 15 Monate später sah die Lage ganz anders aus. mehr

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